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Rhönradturnen
Das
Rhönradturnen ist eine der jüngeren Wettkampfdisziplinen innerhalb der
Turnsportarten. In Norwegen rollen die Rhönräder seit ca. 10 Jahren.
Geschichte:
Das erste Rhönrad wurde im Jahr 1925
von dem deutschen Eisenbahner Otto Feik erfunden. Schon 1930 fand der
erste internationale Wettkampf in Deutschland statt. Nach dem 2.
Weltkrieg dauerte es einige Zeit bis das Rhönrad wieder an Popularität
gewann, aber von 1959 an führten verstärkte Aktivitäten schnell zu
wachsendem Interesse am Rhönradsport.
Der erste Europa-Cup fand im Jahr 1990
statt und 1995 wurde der Internationale Rhönradturn-Verband, IRV, gegründet.
Seit den ersten offiziellen Weltmeisterschaften in den Niederlanden
finden diese immer im Abstand von zwei Jahren statt.
* 1997 Antwerpen, Belgien
* 1999 Limburg, Deutschland
* 2001 Liestal, Schweiz
Für
das Jahr 2003 wurden die Weltmeisterschaften nach Lillehammer, Norwegen,
vergeben.
Internationale Verbreitung des Rhönradturnens
Das
Rhönradturnen ist in den folgenden Ländern vertreten: Argentinien,
Australien, Österreich, Belgien, Brasilien, Kanada, Kolumbien, Dänemark,
Finnland, Frankreich, Deutschland, England, Iran, Israel, Italien,
Japan, die Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz und den
USA.
In
Norwegen wächst der Sport sowohl was die Anzahl der aktiven Turnerinnen
und Turer betrifft, aber auch in Bezug auf die geographische Verteilung
der Vereine. Die aktivsten Vereine sind in Bergen, Rygge, Skjåk,
Sandefjord and Hadeland.
Wie
sieht nun das Rhönrad eigentlich aus?
Das
Rhönrad besteht aus zwei PVC-ummantelten Stahlreifen, die im
Durchschnitt 2,10 Meter Durchmesser haben. Diese Stahlreifen sind durch
50 cm lange Sprossen verbunden. Während das Rad am Boden entlang rollt,
vollzieht der Turner eine Vielzahl von turnerischen und akrobatischen Übungen.
Wettkampf-Disziplinen
Im
Rhönradturnen gibt es drei Wettkampf-Disziplinen
*
Gerade
*
Spirale
*
Sprung
Gerade
Das
Rad befindet sich in ständiger Bewegung. Während das Rad am Boden hin-
und herrollt vollführt der Turner eine Vielzahl an Übungen im Rad.
Eine Wettkampfübung umfasst mindestens acht Radumdrehungen und einen
Abgang. Jede Übung kann einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad
haben, wobei A-Teile die leichtesten und D-Teile die schwierigsten Übungsteile
sind.
Spirale
Der
Turner kippt das Rad auf einen Reifen und bewegt das Rad auch während
der gesamten Übung auf nur einem Reifen (inklusive mehrmaligen Wechsels
der Reifen während einer Übung). Das Rad bewegt sich auf einer
Kreisbahn mit unterschiedlichen Radien und der Turner vollzieht
turnerische und akrobatische Elemente im sich drehenden Rad.
Sprung
Nachdem
der Turner das Rad in Bewegung gesetzt hat rennt er hinterher und
springt auf das rollende Rad. Der Sprung wird dann vom Rad herunter auf
eine Matte ausgeführt. Die Vielzahl der Sprünge reicht von einem
einfachen Strecksprung bis hin zu schwierigen Saltos und Überschlägen
mit Drehungen.
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